Beiträge

Lena Jaeger | Fischmarktzwei | 21.11.2016

Die Welt braucht Dirigenten!

Von wem wollen wir uns führen lassen? Wem legen wir die Macht über unsere Entwicklung in die Hände? Diese Frage verdient immer reifliche Überlegung. Sei es für die Dauer einer Legislaturperiode oder einer Symphonie. Deshalb hat sich die Südwestdeutsche Philharmonie mit der Auswahl eines neuen Chefdirigenten ein Jahr lang Zeit gelassen. Deshalb bereisten im US-Wahlkampf die Kandidaten ebenso lange das Land. Je wichtiger das Amt, desto länger dauert die Auswahl.

Lena Jaeger | Werktexte | 21.11.2016

Dimitri Schostakowitsch Symphonie Nr. 9

Wer sich in älteren, vor allem sowjetischen Büchern über Schostakowitsch und seine 9. Symphonie kundig machen will, findet widersprüchliche Angaben. Da liest man, das Opus 70 sei schnell und mit leichter Hand im August 1944 entstanden; an anderer Stelle, der Komponist habe Ende 1944 seine »Neunte« erst geplant – und zwar mit Soli und Chor – und das Werk sei im Sommer 1945 fertig geworden. Wieder ein anderes Buch behauptet, »gleich nach Beendigung des Krieges (bekanntlich 8. Mai)« habe die Uraufführung stattgefunden.

Lena Jaeger | Werktexte | 21.11.2016

Nino Rota Posaunenkonzert

Federico Fellini ließ seine Filmmusiken 25 Jahre lang ausschließlich von einem Mann schreiben: Nino Rota. Doch auch andere bekannte Regisseure wie Lucchino Visconti, Franco Zeffirelli oder Francis Ford Coppola wussten seine Dienste zu schätzen. Seine rund 140 Filmmusiken machten den italienischen Komponisten weltberühmt – dass er daneben eine ganz normale »seriöse« Laufbahn verfolgte, Symphonien, Opern und nicht zuletzt 13 Solokonzerte schrieb, ist weniger bekannt.

Lena Jaeger | Werktexte | 21.11.2016

Joseph Haydn Symphonie Nr. 94 G- Dur

Am 23. März 1792 stellte Joseph Haydn in London seine Symphonie Nr. 94 vor. Ihr sensationeller Erfolg beruhte vor allem auf einem einzigen Takt, dem 16. des zweiten Satzes. Zuvor tragen die Violinen eine volksliedhafte Melodie vor, wiederholen sie noch sanfter. Doch plötzlich zerstört ein Fortissimo-Schlag des Orchesters die Idylle – fürs erste zumindest, denn danach fahren die Musiker so unschuldig fort, als wäre nichts geschehen.

Lena Jaeger | Werktexte | 21.11.2016

Peter Tschaikowski Schwanensee

»Musik ist keine Illusion, sie ist Offenbarung. Und darin besteht ihre sieghafte Kraft, dass sie eine Schönheit offenbart, die uns in keiner anderen Sphäre zugänglich ist und uns mit dem Leben versöhnt.« So schrieb Peter I. Tschaikowski im Dezember 1877 an seine Förderin und Seelenfreundin Nadeschda von Meck – wenige Monate nach der Moskauer Uraufführung seines Balletts Schwanensee, das das für den Komponisten und seine Kunst so charakteristische Zusammenwirken von Genuss, Sinnlichkeit und Melancholie in Reinform verkörpert. Schwanensee handelt von dem jungen Prinzen Siegfried, der am Vorabend seiner Volljährigkeit ein unbeschwertes Fest feiert.

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