Beschreibung
In seinen Memoiren schreibt Hector Berlioz über seine hochdra matische Kantate Cléopâtre, mit der er den Rom-Preis gewinnen wollte: »Ich hatte versucht, in der Szene der Kleopatra den Ausdruck tiefer Qualen zu malen. Ich wollte das letzte Röcheln der ster benden Königin darstellen.« Doch er scheiterte zum dritten Mal, weil die Jury seine realistische Darstellung des Sterbens als schockierend empfand. Einen stärkeren Kontrast zu Berlioz’ dramatischer Zuspitzung und Schuberts monumentaler letzter Sinfonie gibt es kaum. Robert Schumann schwärmte von ihrer »himmlischen Länge«, die in völlig neue Zeitdimensionen entführt.

